Wichtiger denn je und einzigartig in der Schweiz: Michal Lewkowicz baut mit ihrem Festival kulturelle Brücken
In schwierigen Zeiten haben Musik und Kultur immer geholfen, Trost zu spenden und Optimismus zu verbreiten. Musik kann auch kulturelle Brücken bauen und das war vor über zehn Jahren einer der Gründe, warum die Baslerin Michal Lewkowicz sich ranmachte, einen Lebenstraum zu erfüllen und ein ganz besonderes Festivalkonzept auf die Beine zu stellen. Und es auch fest im Eventkalender der Region zu etablieren. Im Januar 2024 vom 24. bis 31. findet das Festival unter ganz besonderen Voraussetzungen zum 10. Mal statt.

Michal Lewkowicz, die Gründerin und künstlerische Leiterin des in Basel etablierten und beliebten Mizmorim Kammermusik Festivals, baut kulturelle Brücken. Man kann diese auf viele verschiedene Arten bauen und Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen bringen, sie sensibilisieren oder auch aufklären. Wichtig ist, dass das Netzwerk mitmacht. Und Michal Lewkowicz ist definitiv eine der Top-Netzwerkerinnen in der Basler Festivalwelt. Ihr Traum, ja ihre Mission, geht weit über eine Etablierung eines Festivals hinaus. Nun feiert das Mizmorim Festival das zehnjährige Jubiläum. Und die Botschaft, dass Musik Grenzen überwinden kann, ist aufgrund der aktuellen Ereignisse mit kriegerischen Auseinandersetzungen und den gesellschaftlichen Diskursen und Veränderungen weltweit virulenter denn je. Und: Besonders, wenn Wertevorstellungen auseinander gehen – Musik kann verbinden.
Was ist aber so besonders an diesem im Jahre 2015 von Michal Lewkowicz gegründeten Mizmorim Kammermusik Festival (seinen Namen verdankt das Festival den biblischen Psalmen, hebräisch Mizmorim). Die mehrtägige Veranstaltung für klassische Kammermusik zur Feier der vielfältigen Begegnungen von jüdischer Musik und westlicher Kunstmusik ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Jedes Jahr kommen jeweils im Januar renommierte KünstlerInnen aus der Schweiz und der ganzen Welt in Basel zusammen, um zu einem bestimmten Themenschwerpunkt Werke verschiedener Epochen zu präsentieren. Die Programme werden in unterschiedlichen Konzerträumen der Stadt aufgeführt. Das Jubiläums-Hauptthema heisst «Tehilim», in Anlehnung an das biblische Buch Tehillim (Lobgesänge), welches150 einzelne Mizmorim, also Psalmen, enthält.

Ein besonderer Platz im Basler Kulturkalender
Das Erstaunliche an diesem Festival: Dank des einzigartigen Konzepts nimmt es einen besonderen Platz im Schweizer Kulturkalender ein. Seit Jahren sind alle Konzerte meist ausverkauft. Das Besondere an Michal Lewkowicz und am Festival beschränkt sich nicht nur auf den künstlerischen Aspekt. Es geht um Tiefgründigeres: «Natürlich hatte ich als Musikerin und Künstlerischen Leiterin den grossen Traum, in meiner Wahlheimat Basel mit seiner wichtigen historischen Position in der jüdischen Welt ein Musik- und Kulturfestival zu etablieren und einem Bedürfnis eines Teils des Zielpublikums zu entsprechen. Aber es ging mir immer um mehr: Mein Ziel ist es, durch die Musik und die breiten kulturellen Aspekte eine Verbindung aufzubauen. Ich wähle jedes Jahr ein anderes Thema für das Festival, lade die besten MusikerInnen und Künstlerinnen ein und erstelle dadurch ein Programm, der allen Kultur- und Musikfans zugänglich ist. Ich wollte immer zeigen, dass die Kulturen und deren Kunst und Musik sehr breit sind und alle ansprechen können. In unserer globalisierten Welt haben wir so viele Möglichkeiten, das ganze Spektrum aller Kulturen kennen zu lernen. Und so freue ich mich natürlich ungemein, wenn wir mit dem Festival jedes Jahr etwas dazu beitragen können, dass man sich interessieren und öffnen kann für eine Kultur. Basel mit seinem Flair für Kultur und Weltoffenheit ist ein sehr guter Ort für solche Projekte.»
Musik geniessen und Geschichten erzählen…
Michal Lewkowicz setzt stark auf das Erzählen von Geschichten – in Neudeutsch spricht man da von Storytelling. Neben den hochkarätigen Musikerinnen und Musikern ist auch das Engagement für die aktive Förderung junger Musikerinnen und Musiker Teil des Programms. Dazu besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Musik-Akademie Basel sowie mit den Musikhochschulen in Zürich, Bern und Luzern. Studierenden wie auch Absolventinnen und Absolventen dieser Hochschulen wird die Möglichkeit geboten, an ausgewählten Konzerten des Festivals mitzuwirken. Dabei erhalten die jungen Musikerinnen und Musiker die einmalige Gelegenheit, an der Seite arrivierter Künstlerinnen und Künstler aufzutreten, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und sich international zu vernetzen. «Überhaupt ist es ein wichtiges Anliegen des Festivals, junge Menschen für klassische Musik zu begeistern. Kinder, Jugendliche und Studierende profitieren von stark ermässigten Eintrittspreisen. Sowohl durch den Einbezug von jungen Musiktalenten als auch durch die beliebten Familienkonzerte werden einer neuen Generation attraktive Zugänge zur Welt der klassischen Musik geboten», betont Michal Lewkowicz.
«Basel ist prädestiniert für dieses Festival»
Die Klarinettistin Michal Lewkowicz hat sich mit dem Festival einen Traum erfüllt und zeigt sich überwältigt von den Rückmeldungen der vergangenen Jahre. Mit der Unterstützung der Stiftungen, Kooperationspartner, Veranstaltungsorte, Vereine und Sponsoren verfolgt sie weiterhin das Ziel, jedes Jahr die auf ihrem Gebiet besten nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler einzuladen, um ausgewählte Musik auf höchstem Niveau zu präsentieren. «Es liegt mir sehr am Herzen, das Festival auch weiterhin in Basel zu verankern, da diese Kulturstadt eine enge Beziehung zum Judentum und zu Israel hat. Ich habe immer nach dem Motto gelebt: «Um kreativ zu sein, muss ich kreieren.»
Dank Nachwuchsförderung mehr als «nur ein Festival»
Das Mizmorim Kammermusik Festival widmet sich in seiner zehnten Ausgabe vom 24. bis 31. Januar 2024 unter dem Titel «Tehillim» dem universellen Kosmos der Psalmen. Anlässlich dieses Jubiläums findet das Festival ausnahmsweise während einer ganzen Woche statt und präsentiert an elf Veranstaltungsorten in Basel nicht weniger als zwölf Konzerte, Museumsführungen, einen Vortrag sowie ein attraktives Late-Night-Programm. Die Programme werden in ganz unterschiedlichen Konzerträumen der ganzen Stadt aufgeführt. Sie nehmen das Publikum mit auf eine abwechslungsreiche Reise, auf der es unbekannte Werke und neue Perspektiven auf die Klassiker zu entdecken gibt.

Es kommen aber nicht nur Stars der Szene zum Zuge. Es ist ein wichtiges Anliegen des Festivals, auch junge Menschen für klassische Musik zu begeistern. Kinder, Jugendliche und Studierende profitieren von stark ermässigten Eintrittspreisen. Sowohl durch den Einbezug von jungen Musiktalenten als auch durch die beliebten Familienkonzerte werden einer neuen Generation attraktive Zugänge zur Welt der klassischen Musik geboten. Die beliebten Familienkonzerte «Mizmorim Kids» richten sich ans junge Publikum und gehören jeweils zu den Höhepunkten des Festivals. Die Programme dieser einzigartigen Konzertreihe sind altersgerecht konzipiert und nehmen Bezug auf das jeweilige Festivalthema. Passend zum Festivalthema «Tehillim» werden Mariella Bachmann (Klarinette) und Helga Karen (Klavier) in einem interaktiven Konzert für Kinder und Familien inspirierte Psalm-Musik aus verschiedenen Epochen und Kulturen präsentieren.
JoW
Einzigartig in Europa

Das Mizmorim Kammermusik Festival ist in der Schweiz und in Europa einzigartig – es gibt keine anderen jüdischen Musikfestivals. Unterstützt wird es nicht nur durch Stiftungen wie den Swisslos-Fonds Basel-Stadt BS, die Sulger-Stiftung, die Dr. h.c. Emile Dreyfus-Stiftung und die Isaac Dreyfus-Bernheim Stiftung, sondern auch von Sponsoren und Kooperationspartnern, die sich besonders stark für die (interreligiöse und kulturelle) Völkerverständigung einsetzen wie beispielsweise die Gesellschaft Schweiz-Israel (www.schweiz-israel.ch), die Liberale jüd. Gemeinde Migwan (www.migwan.ch), die Israelitische Gemeinde Basel IGB oder auch die Christlich-Jüdischen Projekte Basel (www.cjp.ch) um nur einige Wenige zu nennen.
Mehr Details und zum Programm:
www.mizmorim.com


